Ephesus - Antike Metropole

Die Stadt hatte schon den Status einer Weltstadt, als Athen noch tiefste Provinz und Rom noch nicht einmal gegründet war. Ephesus galt als reichste Stadt Kleinasiens, sein größter Hafen war Ausgangspunkt zu den Reichtümern des mittleren Ostens. Außerdem gehörte es zum Zentrum der Artemisverehrung; der seinerzeit aus 127 Säulen bestehende Tempel zählte zu den sieben Weltwundern, wurde aber 356 v. Chr. von einem Geisteskranken niedergebrannt.

Tipp: 3 km östlich von Ephesus liegt Selcuk, idealer Ausgangspunkt für all die interessanten Ziele, wie Archäologisches Museum, Johannesbasilika, Zitadelle, Aquädukt, um nur einige zu nennen. Unterkunft: Pension KARAHAN, 5 Min. zum Busbahnhof.


Nähere Umgebung von Selcuk:

Sirence, ein kleines ehem. griechisches Bergdorf liegt 8 km östlich von Selcuk. Inmitten natürlicher Schönheit schmiegt es sich in typisch griechischer Architektur an den Hügel.


Boscada - Insel ohne Stress

Eine der wenigen Ägäisinsel in türkischem Besitz, ist genau wie Gökceda seit einigen Jahren ohne lästige Genehmigungsprozedur zugänglich. Das Leben auf dem Eiland wirkt beschaulich, denn hier wird den Touristen kein roter Teppich ausgerollt, dennoch sind die Einheimischen freundlich, was sie nur noch sympathischer macht. Der an der Ostküste gelegene Hafen ein idealer Platz, um auf den richtigen Wind für die Dardanellen-Passage zu warten. Und Langeweile kommt da gar nicht erst auf...


Hafen von Boscada:

Großzügiger Hafen, Vorsicht an der Mole liegen Felsen, Festmacher länger stecken.

Kleine Cafés entlang der Hafenpromenade.

Im verschlafenen Ort gut sortierte, kleine Supermärkte.

Sehenswert ist die Festung oberhalb des Hafens.

Kleine Fähre zum Festland (der Kapitän lässt auch gerne einen Blick in den Maschinenraum zu).

Ausflug von der Anlegestele mit dem Dolmus nach Troja.


Troja - Stadt mit 5000-jähriger Geschichte

Sie ist die wohl bekannteste türkische Ausgrabungsstätte. Es gibt nicht weniger als neun Ansiedlungen, die immer wieder auf den Trümmern der Vorgänger errichtet wurden.

Die Griechen nannten es ILION. Heinrich Schliemann, seines Zeichens Hobby-Archäologe, zerflügte das ohnehin schwer erforschbare Grabungsgelände regelrecht, so dass einige folgende Ausgräber die Schippe in den Sand warfen.

Über Jahrtausende wegen ihrer strategischen Lage heiß umkämpft, ist auch heute die Gefahr der endgültigen Zerstörung dieser 150 qkm großen Kulturlandschaft noch nicht gebannt. Immer mehr Bodenspekulanten und Investoren lassen trotz eines offiziellen Bauverbots Feriendörfer rund um das Gelände entstehen.

Tipp: Von Canakkale mit dem Dolmus (ca. 45 Min.)

Von Boscada mit der Fähre u. Dolmus (ca. 90 Min.)


Die Dardanellen - bedeutende Wasserstrasse

(früher Hellespont 36 sm lang und 3,5 sm breit)

Die Meerenge trennt das Ägäische Meer vom Marmarameer und ist praktisch ein Teil der Verbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer, eine natürliche Grenze die Europa und Asien benachbart.

Eine große Rolle spielen die Dardanellen in der griechischen Mythologie. Sagenumwoben der antike Name Hellespont. Er soll von Helle stammen, die in der Meerenge ertrank, als sie vom Rücken des Widders Chrysomallus fiel.


Dardanellen - Passage

Eingang der Strasse möglichst am nördlichen Ufer passieren. (geringe Strömung) Nur am Südufer in Südwest setzender Strom ca. 3 kn. folgt man der Küstenlinie hält sich die Strömung in Grenzen.


Marmara - Reiche Region in der Antike

Manche lieben, andere durchqueren sie nur gezwungenermaßen. Mit Bursas Heilquellen, Sultansgräber und altosmanischen Moscheen, Iznik als zeitweilige Hauptstadt des byzantinischen Reiches und Canakkale, engste Stelle zwischen Europa und Kleinasien, hat sie viele Gesichter. Die Erträge von Wein, Tabak, Maulbeer,- Pfirsich-, u. Olivenbäumen ernähren fast ganz Anatolien. Die Türken haben diese Gegend schon längst als ihr Urlaubsziel entdeckt.


Erdek

Erdek liegt im Südwesten der Halbinsel Kapidag und wurde praktisch vom Tourismus überholt, so findet man nur wenig besuchte, kilometerlange Sandstrände und kleine Sandbuchten, schattige Plätze in den zahlreichen Teegärten entlang der Hafenprommenade. Anlegen römisch-katholisch, wenn es wegen der Fähre unruhig wird bietet die Bucht gute Ankermöglichkeiten.

Pasalimani, weiträumige und gutgeschützte Bucht im Nordwesten der gleichnamigen Insel, Ansteuerung von Norden kommend, ankern im Schoss der Bucht über sandigem Grund auf 5m Wassertiefe. Abwettern bis 7 Bft. möglich.


Bosporus - Verkehrsknotenpunkt

Ein in der Eiszeit versunkenes Flusstal füllte sich mit Wasser und ließ die 18 sm lange Wasserstrasse entstehen. Engste Stelle misst 0,3 sm, breiteste 2,6sm.

Durchschnittstiefe ca. 70 m, zuweilen starke Strömung; überspannt von zwei mächtigen Brücken gehört die Meerenge zur wichtigsten Handelsverbindung zwischen Ost uns West. Gesäumt von prachtvollen Sommerpalästen (Yalis) damaliger Würdenträger des Osmanischen Reiches und betuchter Istanbuler; zinnenbewehrte Festungen kontrollierten einst die Durchfahrt der byzantinischen Schiffe.


Istanbul 17-Millionen Metropole

Atatürk war es der Ankara zur Landeshauptstadt machte. Doch fehlt ihr jene Ausstrahlung, Faszination und Bedeutung, die Istanbul in sich vereint. Sie ist die einzige Stadt auf zwei Kontinenten, beherrscht die wichtigste europäische Meerenge, hat nicht nur das mächtigste Industriepotential, sondern auch den größten Hafen der Türkei.


Büyükcekmece

Ein paar Seemeilen südlich von Istanbul ist eine tiefeinschneidende Bucht am nördlichen Ufer des Marmarameeres. Im Scheitel der Bucht gegenüber des alten Hafens gelegen, eine neue Marina (1998 noch im Bau). Vorsicht, Rüsteisen an der Mole!

Vis a Vis Fähranleger, ca. 30 min. zum Goldenen Horn.


Schwarzes Meer


Ankerbuchten

Verglichen mit der Mittelmeerküste ist die türkische Schwarzmeerküste nicht Ziel internationaler Urlauber. Massentourismus findet nicht statt. Nur selten verbringen türkische Familien ihre Ferien an der nördlichen Landesgrenze. Wirtschalftlich gesehen ist der Westen bis Sinop eher der unterentwickelte Abschnitt, wobei der Ostteil mit Samsun, Trabzon und Rize für hohe Erträge auf dem Agrarsektor sorgt. Übrigens liegt der durchschnittliche Salzgehalt des Schwarzen Meeres aufgrund der zahlreich mündenden Flüsse, wie Donau, Wolga und Don 2% niedriger!


Um dem Trubel der Großstadt und den Aufregungen der Bosporuspassage zu entfliehen ist der Ankerplatz bei Poyroz am Ausgang der Meerenge (Asiat. Ufer) ideal.


Der höchstgelegene Leuchtturm der Türkei (1858 m) weist dem Segler den Weg nach Sile, eine uralte Stadt im 7. Jh. v. Chr. gegründet, bekannt für seine feine Baumwolle. Anlegen im äußersten Norden des Hafens, längsseits oder vor Buganker.


Kefken - eignet sich als sicherer Unterschlupf bei schlechtem Wetter. Vorsicht, in der Einfahrt beleiben die Fischer zuweilen ihre Netze auszulegen! Im Dorf sind alle Versorgungsmöglichkeiten gegeben (auch Internet-Café), die Leute nett und hilfsbereit. Anlegen vorzugsweise im Südteil des Hafens längsseits an einen Fischer.

Tipp: eine halbe Seemeile nordöstlich des Hafens liegt eine Bucht mit Militärbasis, hält man ausreichend Abstand, so ist das Ankern geduldet. Kefken Adasi ist ebenfalls ein guter Ankerplatz.


Akcakoca - kleine quirlige Stadt mit gewachsenem Ortskern, beliebt für seine herrlichen Sandstrände. Ankern im Hafen möglich; anlegen längsseits oder vor Buganker an der NE-Mole.


Amasra - liegt im Schoß zweier Buchten und bietet alles was das Fahrtenseglerherz begehrt, wie z.B. Schutz gegen alle Windrichtungen, frei ankern oder anlegen, hübsche Restaurants, nette Leute und eine herrliche Umgebung. Gegründet wurde die Stadt im 6. Jh.v.Chr. von Auswanderern aus dem griech. Milet, die es Sesamos nannten. Wuchtige Mauern einer genuesischen Festung stellen sich dem Besucher entgegen. Ein atemraubender Blick bietet sich vom Leuchtfeuer.


Sütlüce - einen Steinwurf entfernt, schwer auszumachen entdeckt nur das geschulte Auge die Einfahrt in eine traumhafte Bucht. Vorsicht, freihalten vom westl. Kap, Klippen im äußersten Osten der Bucht! In Kasim´s Restaurant erleichtert der erlaubte Blick in die Küche die Auswahl, da es ohnehin keine Speisenkarte gibt.










Regionen in der Türkei